Der neue Berufsauftrag (nBa) für die Lehrpersonen der Zürcher Volksschule muss verbessert werden!

Meine Arbeit. Meine Zeit.

Seit dem Schuljahr 2017/18 gilt ein neuer Berufsauftrag (nBa) für die Lehrpersonen der Zürcher Volksschule. Die Einführung der Arbeitszeitenregelung soll die Erwartungen an die Lehrpersonen in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht klären. Aus Sicht der Gewerkschaft VPOD steht der Schutz der Lehrpersonen vor zeitlicher Überbelastung im Vordergrund. Die ersten Erfahrungen aus dem Schulfeld weisen aber nicht in diese Richtung.

Es braucht Verbesserungen!

Die Umsetzung hat im Kollegium für grosse Unruhe und Frust gesorgt, und viele Lehrpersonen sind mit dem neuen Berufsauftrag unzufrieden. Wir sind der Überzeugung, dass dieser Zustand unhaltbar ist und der Berufsauftrag in verschiedenen Punkten dringend nachgebessert werden muss. Dazu braucht es ein gut informiertes Kollegium und einen aktiven Einsatz aller Lehrpersonen für bessere Arbeitsbedingungen zum Wohl der ganzen Schule.

Unsere Kritik

Weniger Autonomie - Keine Entlastung

Mit dem nBa wurde ein Teil der Zeitautonomie aufgegeben, ohne dass bisher eine Entlastung spürbar wird.

Der neue Berufsauftrag dient den Schulleitungen auch als Personalführungsinstrument. Die Lehrpersonen müssen mit der Schulleitung verhandeln, für welche Arbeiten die Zeitressourcen eingesetzt werden. Damit die Aufgaben fair verteilt werden, braucht es daher eine konsequente Arbeitszeiterfassung und eine Mitsprache des Kollegiums bei der Umsetzung. Nur so wird eine Entlastung möglich.

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Versteckte Mehrarbeit

Nur ein kleiner Anteil der Arbeitszeit wird erfasst. Die Mehrarbeit in den pauschal angerechneten Tätigkeitsbereichen bleibt verschleiert.

Der VPOD empfiehlt den LP, die ihren wirklichen Arbeitsaufwand aufzeigen wollen, auch über ihre Arbeitszeit im Tätigkeitsbereich Unterricht und Klassenlehrperson Buch zu führen, um allfällige Entlastungs-massnahmen mit der SL zu besprechen. Dies geschieht auf freiwilliger Basis und hat keinen direkten Einfluss auf die vereinbarte Jahresarbeitszeit. Jedoch wird der reale Aufwand und allfällige Mehrarbeit transparent.

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Zeitdiebstahl

Der Beschäftigungsgrad wird neu durch Jahresarbeitsstunden und nicht durch Lektionen bestimmt. Bei bestimmten Lehrpersonen führt dies zu einer Abwertung der Arbeitszeit.

Durch die Einführung des neuen Berufsauftrages fällt die Altersentlastung weg. Damit betroffene Lehrpersonen weiterhin den selben Beschäftigungsgrad wie im Vorschuljahr erhalten, müssen sie zusätzliche Aufgaben oder Lektionen übernehmen. Ausserdem müssen LP, die weniger als einen Monat krank sind, alle verpassten Arbeiten ausserhalb des Bereiches Unterricht nachholen.

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Resultate der Umfrage

Über 3500 Lehrpersonen und therapeutisch tätige Fachpersonen haben an der Umfrage teilgenommen, damit haben sich fast ein Viertel aller an den Zürcher Schulten tätigen Lehrpersonen beteiligt. Dafür herzlichen Dank! Die Umfrage zeigt, dass beim neuen Berufsauftrag grosser Anpassungsbedarf besteht. Von den 1500 eingegangenen Zusatzkommentaren war kaum einer positiv. Die Stimmung bei den Lehrpersonen ist im Keller. Der VPOD und die beteiligten Verbände fordern daher, dass der Arbeitszeitfaktor erhöht, die Fristen bei den
Pensenvereinbarungen eingehalten, die Altersentlastung angepasst und die Regelung bei unverschuldeter Abwesenheit fair gelöst werden.

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